
Peru - das Land an der Westküste Südamerikas, das Herkunftsland der Inka, hat noch viel mehr zu bieten, als nur das Weltwunder Machu Picchu.
Von den Gipfeln der Anden bis zum Regenwald, von topmodernen Großstädten bis hin zu Küstengebieten, Wüstenregionen und dem Titicaca-See als höchstgelegenem beschiffbaren See der Welt.
Die Freundlichkeit der Menschen und die gute Küche machen das Land ebenso aus. In Lima findet man beispielsweise einige Restaurants, die zu den Top 20 Restaurants der Welt zählen.
Im Laufe dieses Journals gebe ich euch hilfreiche Informationen zu folgenden Themen:
- Routenplanung
- Highlights
- Tagesplanung
- Wissenswertes
- Unterkunftsempfehlungen
- Essensempfehlungen
- Fotoeindrücke
Routenplanung
Bei einer Reise nach Peru stellt sich zunächst die Frage, welche Orte man gesehen haben muss und wie viele Tage man für die Orte jeweils einplanen sollte.
Diese Frage stellt sich umso mehr, da Peru flächenmäßig ungefähr 4 mal so groß ist, wie Deutschland - und das bei übrigens nur ca. 40% der Einwohnerzahl von Deutschland.
Wie schon erwähnt, hat Peru landschaftlich viele Regionen zu bieten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und einige dieser Regionen sind sehr hoch gelegen. Peru verfügt gleich über mehrere Berge, die in den Anden gelegen, über 6000 Meter hoch sind. Der höchste, der Nevado Huascarán, misst sogar knapp 6800m.
Aber nicht nur für Bergsteiger spielt das Akklimatisieren eine Rolle, denn auch beispielsweise beim Titicacasee, der über 3800m über dem Meeresspiegel liegt, macht sich die Höhe für Touristen schon bemerkbar und so muss die Höhe auch bei der Planung der Route berücksichtigt werden.
Da wir nur 2 Wochen Zeit hatten, beschränkten wir uns auf unserer Reise mehr oder weniger auf die südliche Hälfte des Landes.

Nachdem wir in Lima gelandet waren, verbrachten wir hier auch den ersten Tag.
Von hier aus ging es dann weiter in den Süden des Landes - zunächst flogen wir weiter nach Arequipa, wo wir wiederum einen Tag verbrachten. Arequipa eignet sich insbesondere deshalb ideal als Zwischenstopp, weil die Stadt immerhin bereits auf über 2300m über dem Meeresspiegel liegt. Lima hingegen liegt an der Küste nicht nennenswert über dem Meeresspiegel.
Von Arequipa aus buchten wir einen Tagestrip zum Colca Canyon und da wir ohnehin in der Folge zum Titicacasee weiterreisen wollten, nutzten wir die Möglichkeit mittags direkt nach Puno weiterzufahren, anstatt zurück nach Arequipa.
Hier verbrachten wir nun 2 Tage auf dem Titicacasee, genauer gesagt auf der Isla Quechua, einer Insel aus Stroh, die auf dem See schwimmt und wo man bei den Urus, einem alten Volk aus der Region, unterkommen kann.
Von hier ging es für uns weiter nach Cusco - hierhin kann man entweder per Bus reisen, wobei die Fahrt schon einen ganzen Tag dauert, oder man fliegt vom nicht weit entfernten Flughafen in Juliaca. Wir entschieden uns für den Flug, da die lange Fahrt auf kurvigen, holprigen Straßen in einem Bus, gepaart mit der Höhe doch schon etwas anstrengend war.
In Cusco nahmen wir uns dann wiederum einen Tag zum Akklimatisieren und um die ehemalige Hauptstadt des Inkareichs zu erkunden.
Am nächsten Tag startete dann das Highlight der Reise, denn wir hatten eine 4 Tages-Wanderung zum Machu Picchu, über den Salkantay Trek gebucht.
Nachdem wir zurück in Cusco waren, stand für uns am folgenden Tag bereits der nächste Tagestrip, diesmal zum Rainbow Mountain, an.
Wir verbrachten den Nachmittag nach unserer Rückkehr noch einmal in Cusco und flogen dann weiter - zurück nach Lima, für einen weiteren Tag.
Auch in Lima hatten wir noch einen Tagestrip nach Paracas und zur Wüste in Ica geplant.
Unseren letzten Tag ließen wir dann in Lima ausklingen, wo wir uns nach einem ausführlichen Mittagessen auf den Weg zum Flughafen und wieder zurück nach Deutschland machten.
Sehenswertes
Region um Cusco
Das Highlight Perus ist natürlich Machu Picchu, die Ruinenstadt der Inka, mitten in den Bergen. Aber auch die gesamte Region rund um Cusco hat zahlreiche sehenswerte Orte zu bieten. Einige davon haben wir im Rahmen unserer 4 Tages-Wanderung entlang des Salkantay Treks bestaunen können, zu einigen anderen haben wir einen Tagestrip gemacht.
Machu Picchu
Wie bereits erwähnt - wer an Peru denkt, der denkt sicherlich als allererstes an das Weltwunder Machu Picchu.
Übersetzt heißt Machu Picchu "alter Berg" und erbaut wurde die Stadt von den Inkas auf einem Bergrücken zwischen den Gipfeln des gleichnamigen Berges Machu Picchu und des Huayna Picchus (Deutsch "junger Berg").
Bereits im 15. Jahrhundert wurde die Stadt auf Befehl des Inka-Herrschers Pachacútec auf einer Höhe von gut 2400m errichtet.
Die Stadt fasste damals wohl über 200 Gebäude und diente über 1000 Menschen als Zuhause.
Man erreicht den Machu Picchu am besten von Cusco aus. Von hier hat man entweder die Möglichkeit, entlang unterschiedlicher Routen, mehrtägige geführte Wanderungen zum Machu Picchu zu unternehmen, oder man reist eigenständig mit dem Bus oder Zug an.
Für uns war von Anfang an klar, dass wir uns dieses Erlebnis mit einer vorangehenden Wanderung erst verdienen wollten, aber der Zug/Bus bietet auch den Leuten eine Chance, die nicht so gut zu Fuß sind.
Einen Guide, den man mittlerweile zwingend benötigt, um das Gelände überhaupt betreten zu dürfen, sollte man entsprechend spätestens am Eingang buchen.
Wer sich dazu entscheidet, den Machu Picchu zu besichtigen, dem sollte bewusst sein, dass es auf der gesamten Anlage keine Toiletten gibt. Das soll dazu führen, dass die Besucher nicht übermäßig viel Zeit auf der Anlage verbringen und somit einer Überfüllung entgegenwirken.

Salkantay Trek




Wer, wie wir, eine mehrtägige Wanderung buchen möchte, der hat die Wahl zwischen dem Inka Trail und dem Salkantay Trek, welche die bekanntesten Wanderwege zum Machu Picchu sind. Es gibt zwar auch noch weitere Treks, aber die vorgenannten sind sicherlich die bekanntesten und auch hier gibt es je nach Anbieter oder geplanter Dauer der Wanderung bereits zahlreiche unterschiedliche Optionen.
Da wir uns für den 4 Day Salkantay Trek über den Anbieter Salkantay Trekking entschieden, möchte ich im Folgenden hierauf näher eingehen.
Zunächst einmal möchte ich vorwegnehmen, dass wir die Buchung über Salkantay Trekking zu 100% empfehlen können.
Neben unglaublich guten und netten Guides, exzellenten Unterkünften und großartigem Essen, war alles wirklich herausragend gut organisiert und unsere nette Gruppe machte die Wanderung zum absoluten Highlight unserer Reise.
1. Tag:
Bereits um 4 Uhr morgens wird man hier in Cusco eingesammelt und in ca. 3 Stunden, unterbrochen von einer kurzen Frühstückspause, zum Ausgangspunkt der Wanderung gefahren.
Von hier beginnt eine moderate 3 stündige Wanderung zum ersten Camp in Soraypampa, wo man in Glasiglus und mit fantastischem Panoramablick seine erste Nacht verbringen wird.
Nach dem Mittagessen und einer kurzen Mittagspause wandert man nachmittags in 2 1/2 Stunden noch 300 Höhenmeter zum auf 4200 m gelegenen Humantay Lake hinauf und wieder hinab ins Camp.
Hier gibt es dann noch Abendessen, zubereitet von den Köchen, die von Anfang bis Ende der Tour mit einem reisen, immer ein Stück voraus, um die Gruppe bereits mit einer fertigen Mahlzeit im jeweiligen Camp in Empfang zu nehmen.
2. Tag:
Der zweite Tag ist dann der längste. Nach einem sehr frühen Frühstück geht es direkt an den Anstieg.
Ca. 3 Stunden dauert es, bis man den höchsten Punkt der gesamten Wanderung, den Salkantay Pass auf über 4600 m, erreicht. Hier merkt man die dünnere Luft und die Anstrengung dann schon deutlich.
Der Blick auf den schneebedeckten und über 6200 m hohen Gipfel des Salkantay Berges entschädigt aber definitiv für die Anstrengung.
Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es dann auch schon wieder bergab bis zum knapp über 3800 m hoch gelegenen Lunchspot.
Bis hierhin hat man bereits 14km und einige Höhenmeter nach oben und wieder nach unten zurückgelegt und nach dem Mittagessen warten noch knapp 10 weitere Kilometer durch eine komplett veränderte Landschaft, durch den Regenwald, zum 2. Camp.
Hier kann man sogar eine wohlverdiente heiße Dusche und erneut ein sehr leckeres Abendessen genießen und fällt anschließend komplett erschöpft in das gemütliche Bett.
3. Tag:
Auch der dritte Tag startet wieder mit einem frühen Frühstück und dann geht es in ca. 5 Stunden entlang von Kaffee- und Bananenplantagen, oder auch Avocados und wilden Orchideen zum Lunchspot. Hier bekommt man auch noch etwas über den regionalen Kaffeeanbau und die Zubereitung erklärt und es wird Kaffee verköstigt.
Auf dem Weg überquerten wir auch auf abenteuerliche Weise einen Fluss. Hierbei wurden wir auf einem an einem Drahtseil befestigten Wagon händisch über die kleine Schlucht und den Fluss auf die andere Seite gezogen - nicht gerade eine vom deutschen TÜV geprüfte Anlage.
Nach dem Lunch geht es dann mit dem Auto weiter zur Bahnstation Hidroelectrica, von wo aus man die Wahl hat, entweder die Bahn nach Aguas Calientes zu nehmen, oder in ca. 3 Stunden entlang der Gleise dorthin zu wandern.
Uns wurde die Entscheidung schon dadurch abgenommen, dass die Bahn an diesem Tag nicht fuhr, weil Einheimische gegen die Ungerechtigkeit der lokalen Bahnunternehmen, die die Touristen bevorzugten und die Einheimischen stark benachteiligten, demonstrierten und somit die Strecke blockierten.
Das kommt in Peru offensichtlich regelmäßig vor.
Als wir abends den kleinen Ort Aguas Calientes erreichten, hatten wir uns das Abendessen und 1-2 Drinks nach ca. 60 km Wanderung in den letzten 3 Tagen, redlich verdient.
4. Tag:
Am vierten Tag war es dann endlich soweit. Früh morgens nahmen wir den Bus hoch zum Machu Picchu.
Um 6 Uhr morgens kann man das Gelände betreten und um den Massen an Touristen, insbesondere denen, die am selben Tag mit dem Zug aus Cusco anreisen, zu entgehen, startete unser Anbieter auch direkt morgens.
Hier hat man nun die Möglichkeit noch einiges über das Weltwunder zu erfahren und dann anschließend erst frei und dann mit den Guides das Gelände zu erkunden.
Wer möchte, kann hier zusätzlich noch eine Wanderung auf den Huayna Picchu Mountain buchen.
Zurück in Aguas Calientes gibt es noch ein kurzes Mittagessen und dann bringt einen der Zug nach Ollantaytambo und von hier geht es mit einem privaten Bus zurück nach Cusco.
Auch die Fahrt in dem Zug mit Panoramafenstern an der Decke war nochmal ein letztes Highlight.
Humantay Lake
Der Humantay Lake, den ich bereits im Rahmen des Salkantay Treks erwähnt habe, ist ein weiteres Highlight in der Region, das man nicht verpassen sollte.
Wer nicht im Rahmen einer Wanderung bereits hier vorbeikommt, der kann auch hierhin einen Tagestrip von Cusco aus buchen.
Egal ob als Tagestrip oder im Rahmen einer mehrtägigen Wanderung, an einem kommt man definitiv nicht vorbei und das ist die ca. 2 Stunden dauernde Wanderung von Soraypampa hoch zu der auf gut 4200 Metern gelegenen Lagune.
Wenn man den Aufstieg bewältigt hat, ist die Laguna Humantay definitiv ein atemberaubender Anblick.
Im türkisfarbenen und glasklaren Wasser des Sees spiegeln sich die von Gletschern bedeckten Berge der Anden im Hintergrund.
Für die Einheimischen ist die Lagune ein heiliger Ort und sie senden hier ein Gebet zu Pachamama ab, zur Mutter Erde, die für sie heilig ist.

Vinicunca (Rainbow Mountain)

Wer sich vorab mit einer Reise nach Peru beschäftigt, der wird sicher viele Bilder vom Vinicunca, dem sogenannten Rainbow Mountain sehen.
Und wenn man diese Bilder erstmal gesehen hat, dann erklärt sich auch schnell, warum ein Trip zum Regenbogenberg definitiv bei einer Peru-Reise nicht fehlen sollte.
Wir buchten einen Tagestrip zum Vinicunca von Cusco aus über getyourguide.
Auf über 5200m gelegen, ist die Wanderung zum Gipfel doch schon sehr anstrengend, wenn auch nicht zu lang.
Wir merkten die Höhe jedoch schon deutlich und das obwohl wir die Tage zuvor den Salkantay Trek gewandert waren.
Sich vorher also zumindest mal auf der Höhe von Cusco zu akklimatisieren ist somit definitiv empfehlenswert.
Seinen Namen verdankt der Regenbogenberg seiner besonderen Färbung - mehrere Schichten unterschiedlicher Farben ziehen sich den Bergrücken entlang.
Diese besondere Färbung entsteht durch die Überlagerung von Mineralien.
Rötliche Streifen entstanden durch Eisenoxidpigmente, schwarze durch Graphit, pinke aufgrund von Mangat und gelbliche Streifen durch Schwefel.
Nach einem kurzen Aufenthalt auf dem Gipfel ging es für uns auch schon wieder hinab, da auch unser Guide sagte, dass man sich in der Höhe nicht allzu lange aufhalten sollte - vor allem, wenn man diese Höhen nicht gewohnt ist.
Weiteres
Natürlich hat das Umland von Cusco auch noch weitere Highlights zu bieten.
Hierzu zählt vor allem das Heilige Tal der Inkas mit seinen Inka-Stätten und Dörfern inmitten der Anden, wie beispielsweise die Inka-Stätte Pisac oder Ollantaytambo und Maras. Auch hierhin kann man Tagestrips unternehmen.
Städte
Neben den oben genannten Highlights rund um Cusco, ist natürlich auch die Stadt Cusco ein Highlight, das bei einer Reise nach Peru bei allen ganz oben auf der Liste steht. Aber Cusco ist nicht die einzige sehenswerte Stadt.
Cusco
Cusco ist das Zentrum des peruanischen Andenhochlandes und liegt auf gut 3400m über dem Meeresspiegel.
Bedeutend war die Stadt insbesondere in früheren Zeitaltern und als Hauptstadt des Inkareichs, aber auch heute vermittelt die Stadt mit ihren (vor-)kolonialen Bauten noch einen sehr authentischen Eindruck des alten Perus.
Wie in so ziemlich jeder südamerikanischen Stadt bildet auch hier das Zentrum der Plaza de Armas.
Umgeben von Häuserreihen mit schönen Galerien, der Kathedrale von Cusco und der Iglesia La Compania steht in der Mitte des Platzes ein Brunnen mit der Statue eines Inkakriegers.
Einen kleinen Spaziergang entfernt, oberhalb der Stadt, finden sich gleich zwei Highlights. Zum einen die Christusstatue Cristo Blanco - die mit einer Höhe von 8 Metern wie der kleine Bruder der Christo-Statue in Rio de Janeiro wirkt und zum anderen die Inka Ruine Sacsayhuamán.
Heute ist nicht mehr genau bekannt, welchem Zweck die Ruine in früheren Zeiten gedient hat - als Festung vor den Toren der Stadt oder als heilige Stätte.
Das vermutlich schönste Viertel der Stadt ist San Blas.
Hier finden sich nicht nur zahlreiche Unterkünfte und Souvenirshops, sondern auch Künstlerateliers, Bars und Restaurants.
Auch die peruanischen Märkte zählen in Cusco zu den absoluten Sehenswürdigkeiten. Einer dieser Märkte ist bspw. der San Pedro Markt.
Hier findet man frische Speisen, Früchte, Säfte oder auch traditionelle Kleidung.
Natürlich hat auch Cusco noch zahlreiche weitere Highlights zu bieten - in zahlreichen Museen wird die Geschichte der Inka aufgezeigt. Man kann also auch ohne große Probleme weitere Tage in der Stadt mit Leben füllen.

Lima

Lima, als Hauptstadt Perus und mit dem größten und internationalen Flughafen, wird man im Rahmen seiner Reise wohl ziemlich sicher einen Besuch abstatten.
Es lohnt sich definitiv, Lima nicht nur zwecks An- und Abreise einzuplanen, denn auch die Hauptstadt Perus hat einige Highlights zu bieten.
Während Cusco recht überschaubar ist und etwas wie eine Reise in die Vergangenheit anmutet, ist Lima eine echte Metropole. Mit gut 8,5 Mio Einwohnern zählt sie zu den größten und modernsten Städten von ganz Südamerika.
Auch in Lima findet sich natürlich ein Plaza de Armas oder Plaza Mayor. Inmitten der Altstadt von Lima finden sich auch hier Kathedralen, der Regierungspalast und das Rathaus.
Nur ein paar Minuten vom Plaza Mayor entfernt, findet sich die schöne kleine Kirche Iglesia y Convento de San Francisco. Eine Besichtigung der Kirche und des innenliegenden Museums samt Katakomben können wir definitiv empfehlen.
Auch in Lima findet sich noch eine altertümliche Stätte - die Pyramide Huaca Pucllana.
Natürlich verfügt auch Lima über zahlreiche interessante Museen und unterschiedlichste Viertel.
Definitiv sehenswert ist das Viertel Miraflores, direkt an der markanten Steilküste und am Ozean gelegen. Außerdem lohnt sich ein Besuch im Szeneviertel Barranco.
Am Rande der Stadt thront außerdem der Aussichtspunkt Cerro San Cristobal auf einem ca. 400m hohen Hügel.
Ein ganz besonderes Highlight Limas ist die ausgezeichnete Küche mit ihren weltbekannten Restaurants.
Arequipa
Auch ein Besuch der Stadt Arequipa ist definitiv lohnenswert.
Nicht nur aus strategischen Gründen, um sich auf gut 2300m mit der Höhe etwas zu akklimatisieren, auch so hat uns die Stadt sehr gut gefallen.
Die Gebäude der "weißen Stadt" wurden überwiegend aus dem weißen Sillar-Gestein vulkanischen Ursprungs gebaut und die Stadt ist umgeben von teilweise bis zu 6000m hohen Vulkanen - dem Misti, dem Chachani und dem Picchu Picchu.
Einen guten Blick auf die umliegenden Vulkane hat man vom Aussichtspunkt Mirador de Yanahuara. Auch hier findet sich noch eine Kirche und ein paar schöne Gassen, deren Häuser aus dem weißen Sillar-Gestein gebaut wurden.
Ein weiteres Highlight der Stadt ist das Kloster Santa Catalina.
Nicht weit vom Plaza Mayor befindet sich das Kloster mit seinen bunten, überwiegend roten und blauen, Gebäuden und Gängen. Das Kloster beinhaltet außerdem auch ein Museum.
Auch in Arequipa gibt es wieder einen großartigen Markt mit frischen Speisen und Getränken - den Mercado San Camilo. Neben leckeren Säften, kann man hier auch Souvenirs kaufen und die Empanadas, die es bei einem Stand vor dem Markt gab, waren Weltklasse und sehr günstig.

Weitere Städte
Neben den drei genannten, gibt es in Peru noch weitere sehenswerte Städte. Eine dieser Städte nördlich von Lima ist Trujillo. Trujillo ist in erster Linie für seine schönen und bunten Kolonialbauten bekannt. Iquitos ist eine größere Stadt mitten im Nordosten des Landes, im tropischen Regenwald. Man kann die Stadt bis heute nur über die Luft oder über den Fluss erreichen, nicht mit dem Auto.
Im Süden des Landes und direkt am Titicacasee gelegen liegt außerdem Puno. Früher wurde hier in der Region Silber abgebaut, heute dient die Stadt in erster Linie für die An- und Abreise zum Titicacasee.
Titicacasee

Den Titicacasee habe ich ja bereits an einigen Stellen erwähnt. Mit einer Fläche von über 8300km ist er der größte Süßwassersee Südamerikas und durch seine Lage auf über 3800m ist er außerdem der höchstgelegene beschiffbare See der Welt.
Auch vor einem Besuch des Titicacasees bietet es sich somit an, einen Zwischenstopp zur Akklimatisierung einzulegen - bspw. in Arequipa.
Während der westliche Teil des Sees zu Peru gehört, zählt der östliche Teil zum Staatsgebiet Boliviens.
Eine Besonderheit auf dem Titicacasee sind die auf Schilf gebauten und auf dem See schwimmenden Inseln. Früher nutzten die Inka die Inseln zur Verteidigung. Wenn Feinde sich näherten, zogen sich die Völker auf ihre Inseln zurück und ließen sich auf den See treiben.
Auch heute leben auf den Inseln noch alte Völker. Die Menschen hier nennen sich Urus.
Die Urus leben in erster Linie vom Fischfang und sind sehr gastfreundlich.
Mit ein paar Tagen auf der Insel kann man sehr gut runterkommen - ohne Ablenkung und viele andere Menschen.
Das Leben hier läuft in einem perfektionierten Rhythmus aus Tagen, an denen auf den Inseln Touristen beherbergt werden und Tagen, an denen der Schilfgrund der Insel erneuert wird.
Colca Canyon
Der Colca Canyon ist ein weiteres absolutes Highlight Perus.
Die Schlucht liegt bei Chivay und kann ideal als Tagestrip von Arequipa besichtigt werden.
Nach dem Grand Canyon in den USA und der Taraschlucht in Montenegro ist der Colca Canyon der dritttiefste Canyon der Welt.
Große Teile des Tals sind mit Terrassen bebaut und dienen als Agrarfläche.
Bei einem Tagestrip zum Colca Canyon frühstückt man in der Regel in einem kleinen Dorf, dann fährt man den Canyon entlang mit einigen Stopps an Aussichtspunkten.
Schließlich erreicht man das Cruz del Condor.
Von dem Aussichtspunkt kann man die riesigen Andenkondore beobachten, wie sie sich von den warmen Winden über den Canyon treiben lassen.
Die Andenkondore sind mit ihrer Flügelspannweite von bis zu 3m ein beeindruckender Anblick.
Oft gibt es bei Tagesausflügen noch einen weiteren Stopp in einem kleinen Dorf, bei dem eine Gruppe junger Mädchen noch einen traditionellen Tanz vorführt.
Am Ende des Tages kann man dann entweder nach Arequipa zurückfahren oder man nutzt die Option nach Puno zum Titicacasee weiter zu fahren.

Huacachina

Die Wüste Huacachina zeigt nochmal deutlich, wie facettenreich das Land ist.
Die Wüste mit ihrer Oase liegt 20 Minuten von der Stadt Ica, südlich von Lima, entfernt.
Umgeben von hohen Sanddünen findet sich die Oase, die von einem unterirdischen Fluss direkt aus den Anden gespeist wird.
Da die Oase zwischenzeitlich ausgetrocknet war, wird sie heutzutage zusätzlich über Wasserleitungen mit Wasser versorgt.
Über getyourguide kann man einen Tagestrip hierhin von Lima buchen.
Dieser Trip beinhaltet mehrere Stopps.
Zunächst fährt man in Richtung Paracas und unternimmt eine Bootstour zu den Ballestas Islands. Hier kann man auf der Fahrt unterschiedliche Seevögel, Pelikane, Seehunde und sogar Pinguine beobachten.
Oft macht man anschließend gegen Mittag noch einen Stopp auf einem Weingut, um zu Mittag zu Essen und an einer Pisco Sour Verkostung teilzunehmen.
Sobald man dann die Wüste Huacachina erreicht, kann man in einem Strandbuggy über die Dünen rasen, bei hohen Dünen aussteigen und auf einem Sandboard herunterrutschen und zu der schönen Oase spazieren.
Am Ende des Tages wird man dann wieder zurück nach Lima gebracht.
Alternative Orte
Neben den genannten Highlights bietet Peru natürlich auch noch weitere Highlights, die man im Rahmen einer längeren Reise besichtigen kann.
Eines dieser Highlights sind die Nazca-Linien, riesige Scharrbilder in der Wüste bei Nazca im Süden des Landes. Das Ausmaß dieser riesigen Bilder von Menschen, Tieren und anderen Formen ist nur im Rahmen eines Rundfluges zu erfassen.
Auch das Amazonasgebiet Perus mit seinem dichten Regenwald und Quellflüssen des Amazonas ist ein weiteres Highlight, das Peru zu bieten hat. Hier findet sich auch der Nationalpark Manú mit einer großen Tier- und Pflanzenvielfalt.
Die Cordillera Blanca Bergkette, als die nach dem Himalaya höchste Gebirgskette, und die dort liegende Stadt Huaraz, von der aus man einen Blick auf den Huascaran Berg mit einer Höhe von über 6700m hat, ist ebenso eine Region, die man bei einem längeren Aufenthalt nicht verpassen sollte. Hier finden sich auch unglaubliche Panoramen mit schneebedeckten Bergen und kristallklaren Bergseen und man kann tolle Wanderungen unternehmen.
Anhand dieser Highlights zeigt sich nochmals die unglaubliche Vielfalt, die Peru zu bieten hat - mit sehenswerten Städten, Hochgebirgen, Wüstenlandschaften, Regenwäldern und Küsten mit Stränden.
Tagesplanung
Hier zeige ich euch die Routenplanung von oben im Detail:
Wissenswertes
Hier stelle ich euch einige nützliche Informationen zusammen, die für deine Vorbereitung einer Peru-Reise relevant sind:
Unterkunftsempfehlungen
Wo kann und wo sollte man auf seiner Peru-Reise übernachten? Auch das ist eine Frage, die man sich im Laufe seiner Reiseplanung irgendwann zwangsläufig stellen muss. Ich suche meist über booking.com nach Unterkünften. Wenn ich dann eine Unterkunft gefunden habe, schaue ich auf trivago noch einmal, ob das Hotel auf einer anderen Seite günstiger zur Verfügung steht. In der Regel ist der Preis bei booking.com aber mit meinem Genius-Rabatt (diesen erhält man bei einer bestimmten Anzahl durchgeführter Buchungen) schon der beste.
Da ich hier keine Empfehlungen von Hotels aussprechen möchte, die ich selber nicht getestet habe, konzentriere ich mich jeweils auf die von uns gewählten Unterkünfte und die Frage, ob ich diese wieder aufsuchen würde und dementsprechend empfehlen kann.
Lima - erste Nächte: Holiday Inn Lima Airport - das Holiday Inn liegt direkt gegenüber vom Flughafen in Lima. Hier muss man "nur" eine Straße überqueren. Das kann manchmal etwas dauern, denn der Verkehr ist hier wirklich sehr chaotisch. Das Hotel eignet sich super bei später Ankunft und wenn man nach 1-2 Tagen schon wieder weiterfliegen will, wie wir.
Arequipa - 1 Nacht: Vita Hoteles Arequipa - sehr nettes Hotel in Arequipa, zentral gelegen in nächster Nähe zum Kloster Santa Catalina und zum Plaza Mayor. Außerdem sehr nette Gastgeberin und kleiner schöner Pool auf der Dachterrasse mit schönem Blick auf die Dächer der Stadt und die umliegenden Vulkane.
Titicacasee - 2 Nächte: Quechua Lodge Titicaca - tolle Erfahrung bei einem Trip zum Titicacasee. Mitten auf dem See gelegene Strohinsel mit kleinen Hütten. Unsere hatte ein eigenes Bad mit heißem Wasser (hat nicht jede und schon gar nicht die der Familie). Sehr liebevolle Gastgeber, die Gäste gerne auf einen Bootstrip über den See mitnehmen und den ganzen Tag daran arbeiten, den Gästen einen unvergesslichen Aufenthalt zu ermöglichen - von dem liebevoll angerichteten Frühstück und Coca-Tee, bis hin zum Abendessen, das man auf der eigenen Terrasse genießen kann.
Cusco - Nächte vor und nach dem Salkantay Trek: Union Hotel Cusco - sehr schönes kleines Boutique-Hotel mit liebevollem Personal und leckerem Frühstück. Wir durften außerdem für die 3 Nächte unserer Wanderung auf dem Salkantay Trek unser Gepäck hier lassen. Zentrale Lage und schöne Zimmer.
Lima - 2 Nächte: Iberostar Selection Miraflores - sehr gutes und schickes Hotel mit viel Komfort zum Abschluss einer ereignisreichen und teilweise anstrengenden Reise. Ideal, um die letzten Nächte noch einmal komfortabel zu genießen, mit cooler Dachterrasse mit Bar und Pool und direkt in der Nähe der Küste im beliebten Stadtteil Miraflores gelegen.
Essensempfehlungen
Was viele gar nicht wissen: Peru ist neben seinen landschaftlichen Highlights und schönen Städte auch für das unglaublich gute Essen bekannt. Nicht umsonst finden sich in Lima einige der besten Restaurants weltweit. Aber nicht nur in Lima, selbst auf unserer 4-Tages-Wanderung haben wir unglaublich leckeres Essen genossen. Jede Region für sich hat bestimmte typische Gerichte.




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